Freitag, Januar 06, 2006
Aus dem Zivi-Alltag, Folge I: Sich kurz fassen
Heute sagte jemand zu mir, ich möge doch bitte die einschläfernde Musik gegen andere austauschen. Ich entgegnete ihm, dass es Tobis Schuld sei, worauf er anmerkte, dass die bereits seit einigen Stunden Feierabend hatte. Darauf sprach ich zu ihm (sinngemäß):
"Ich möchte dir das mit einem Gleichnis erklären. Stellen wir uns vor, eine beliebige Person, die wir der Einfachheit halber mal Tobi nennen, arbeitet an irgendeinem x-beliebigen Ort, taufen wir ihn mal TSBW-Feizeithaus. An diesen Ort bringt er eine frei erfunde CD mit. Eine lange mp3-CD voller Lieder, die wir uns jetzt einfach mal vorstellen. Wenn jene erfunde Person namens Tobi nun also Feierabend hat und sich in sein Zuhause, das wir uns jetzt mal vorstellen, verzieht, drückt sein vollkommen frei erfundener Arbeitskollege, den wir an dieser Stelle vielleicht Lukas nennen könnten, wenn die CD zu Ende ist, einfach nochmal auf Play, um keine der anderen, natürlich nur ausgedachten, beschissenen CDs anmachen zu müssen. Und um bei Beschwerden seinem frei erfunden Kollegen die Schuld geben zu können."

Ich finde dieses Gleichnis toll, es beschreibt die Situation so gut, ist quasi 1 zu 1 übertragbar, wenn man sich die Mühe macht, es zu deuten. Klingt außerdem viel besser, als einfach "Die anderen sind noch schlimmer." oder Ähnliches zu sagen. Und danach ist man dem Feierabend im Vergleich ein ganzes Stück näher gerückt.
Kommentare:
Lukas, das hast du so schön gesagt, so schön hätte das noch nicht mal ich sagen können. Und dabei hab ich soo viel zeit mir Derartiges auszudenken. Jetzt, wo ich meine Zeit nicht mal mehr mit Blackjack und Nutten im Teesalon verbringe. Oh putain de merde, was machen bloß die guten alten Zecken? Die sollten doch unbedingt mal wieder an die Öffentlichkeit gehen, möchte ich meinen. Das fehlt mir in meinem jetzigen Leben - Brutalität. Skrupellosigkeit. Gewalt.
Das dazu. Und jetzt mal lieber aufhören zu schreiben.
 
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